Vina Yun

Wien in den 1970ern. Lange vor Hi-Tech made in Korea, Kimchi-Hype und „Gangnam Style“ kamen die ersten koreanischen Krankenschwestern als „Gastarbeiterinnen“ nach Österreich. Vina Yuns „Homestories“ erzählt von dieser wenig bekannten Migrationsgeschichte und vom Aufwachsen der Kinder der Einwanderinnen von damals, der sogenannten Zweiten Generation – zwischen Bruno Kreisky und „Kottan ermittelt“, Alltagsrassismus und „Rennbahn-Express“,Waldheim-Affäre und Whitney Houston. Ein semidokumentarischer Comic über Erfahrungen der (Post-)Migration sowie Generationenverhältnisse und Familienbeziehungen in der Diaspora.

Vina Yun, Jahrgang 1974, asiatische Wienerin, Woman of Color, Zweite Generation koreanischer Einwander*innen. Sie arbeitet als Journalistin und Autorin und beschäftigt sich insbesondere mit Feminismus in Theorie und Praxis, Rassismuskritik, Queer Politics und Popkultur. 2000 war sie Mitgründerin der Zeitschrift nylon. KunstStoff zu Feminismus und Popkultur (heute: fiberwerkstoff für feminismus und popkultur). Außerdem war sie als Redakteurin in zahlreiche alternative Medienprojekte involviert, u.a. MALMOEan.schlägedieStandard.at, Missy Magazine und migrazine.at. Daneben verdiente sie ihre Brötchen bei verschiedenen Festivals im Kunst- und Kulturbereich. Wenn sie sich nicht gerade Texten widmet, legt sie als DJ altmodisches Disco-Vinyl auf.

Bild: Patu/Vina Yun